© Heinrich Bolte, Edertal

Kath. Kur- und Klinikseelsorge in Reinhardshausen

Mit einem herzlichen »Grüß Gott!« möchte ich Sie zu Ihrer Kur- oder Rehabilitation in Reinhardshausen begrüßen.

Die Zeit Ihrer Rehabilitation ist keine „Wahl”-Zeit, d.h. eine Zeit, die Sie frei gewählt haben. Vielmehr erleben Sie diese womöglich eher als ein „notwendiges Übel” oder als ein „Anhängsel” an eine vorausgegangene Operation, die nicht aufschiebbar war. Und doch: Diese Zeit der Reha oder der Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine wichtige Zeit, die zur Genesung Ihres gesamten Organismus dazugehört. Sie ist notwendig und kann je nach innerer Einstellung durchaus auch sehnlichst herbeigewünscht sein.

Der Krankenhaus-Aufenthalt soll – oftmals allein schon aus Kostengründen – so kurz wie möglich sein. Doch in der eigenen häuslichen Umgebung klappt noch längst nicht alles wieder, oder aber der Körper braucht selber noch Hilfen, wie er jetzt dieses oder jenes regulieren bzw. bewerkstelligen soll. So wird diese Zeit der Reha oder Anschlussheilbehandlung zu einer besonderen Zeit, an welche gewiss die Hoffnung geknüpft ist, wieder so weit wie möglich ins normale Alltagsleben zurückzufinden.

Diese Zeit der Reha oder AHB wird jedoch oft nicht nur als eine besondere Zeit erlebt, die ausschließlich dem Körper zukommt bzw. gewidmet ist, sondern sie wird oftmals auch als eine besondere Zeit der Neuorientierung erlebt. Dabei können Fragen aufkommen, die einerseits sowohl rückwärts gewendet sein können: „Warum und wieso kam es zu dem, was jetzt ist? Wie habe ich gelebt?” – … , die andererseits jedoch genausogut nach vorn gerichtet sein können: Was möchte oder muss ich vielleicht sogar allein schon aufgrund ärztlichen Anratens in Zukunft anders machen, damit solches nicht wieder eintritt? … oder damit die neue, veränderte Situation überhaupt besser bewältigt werden kann?  —

Bei einer solchen Neuorientierung muss das Leben nicht völlig „über‘n Haufen geworfen” werden. Welche Werte haben mich bisher getragen? … oder waren mir stets wichtig? Und welche habe ich vielleicht neu entdeckt? … möchte diese in mein Leben integrieren oder ausbauen? … und wenn ja, wie?

Als Mensch leben wir in einer Einheit von Körper, Seele (Psyche), Geist und Glauben – wie immer dieser sodann konkret aussehen mag – , sowie im irdischen Hier sowie einer Perspektive auf ein überirdisches oder transzendentes Sein, Gott. Aus der christlichen Perspektive hat dieses Gegenüber, dieses große »DU«, eine ganz konkrete Gestalt: Jesus Christus. ER zeigte uns von der Ewigkeit des „Vaters” her, wie sehr uns Gott einen jeden liebt, dass ER – Gott – niemanden verloren gibt.

Unser gesamtes Dasein ist nie eindimensional, sondern vielschichtig. Wenn Sie in dieser Zeit Ihrer Reha oder Anschlussheilbehandlung zur Ruhe kommen und nicht zuletzt aufgrund dessen Fragen hoch kommen, welche einer Klärung bedürfen, so bin ich als katholischer Kur- und Klinikseelsorger gerne für Sie da. Sowohl in den Gottesdiensten, aber auch in den anderen Veranstaltungen der Kurseelsorge, z.T. zusammen mit der Evangelischen Kurseelsorge können Anregungen zu neuen Gedankengängen mitgenommen oder Hinweise zu neuen Perspektiven entwickelt und aufgegriffen werden.

Gerne stehe ich Ihnen regelmäßig auch zu ganz persönlichen Gesprächen zur Verfügung. Es muss dabei nicht bei einem einzelnen Gespräch bleiben. Wenn gewünscht, können wir auch eine Gesprächsreihe vereinbaren, so dass Sie länger an einem Thema, das stets Sie bestimmen und mitbringen bzw. Ihnen „unter den Nägeln brennt” und / oder immer schon mal behandeln wollten, dranbleiben können.

Feste Gesprächszeiten sind:

Donnerstag – 15 bis 17 Uhr – Sprechzimmer der Kurkirche Christkönig,
auch von der Kirche aus zu betreten

Oder nach Vereinbarung:    Tel.: 0 5623 / 93 39 19

Was immer Sie bewegt  —  ich möchte Sie herzlich einladen, die Angebote der Kur- und Klinikseelsorge wahrzunehmen, und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen.

Pfr. Heinrich Bolte
Kur- u. Klinikseelsorger

Regelmäßige Gottesdienste

in der Kurkirche »Christkönig«, Zum Hahnberg 12 

Sonntag / Feiertag
– 09.00 Uhr – Hl. Messe

Dienstag
– 19.00 Uhr Hl. Messe

Donnerstag
– 18.00 Uhr – stille eucharistische Anbetung
– 18.30 Uhr – Vesper
– 19.00 Uhr – Hl. Messe

am 2. Donnerstag im Monat
– 19.00 Uhr – Hl. Messe mit Spendung der Krankensalbung
– 19.45 Uhr – Gelegenheit zur Beichte

Glaubens- und Bibelgespräch in der Kurkirche »Christkönig«

jeweils dienstags – soweit gewünscht oder sich 2 / 3 Personen einfinden.

Im Anschluss an die abendlichen Gottesdienste des 2., 4. und ggfls. 5. Dienstag im Monat findet um ca. 19.45 Uhr im Seelsorgezimmer des Kurseelsorgers unmittelbar neben der Christkönig-Kirche in Reinhardshausen ein Glaubensgespräch statt.

Ausgangspunkt ist dabei in der Regel die Hl. Schrift, näherhin das Evangelium des jeweils folgenden Sonntags. Von diesem auszugehen, ist nicht zwingend, hat sich jedoch als Einstieg in ein tiefergehendes Glaubensgespräch bewährt. Jeder kann und mag sich soweit einbringen, wie es für ihn angemessen ist. Ob und was einer sagt (Thema) und wieweit er etwas sagt, bleibt ganz allein ihm überlassen.

Wichtig ist nur, offen zu sein und hören sowie ggfls. auch stehen lassen zu können, was den je anderen in seinem Glauben bewegt. Es und soll ein offenes, gegenseitig akzeptierendes Glauben-(Mit-)Teilen sein. Es kann allemal eine Bereicherung darstellen  —  … und viele sind anschließend schon dankbar nach Hause gegangen.

Es ist ein offenes Angebot. Herzliche Einladung!

Möchten Sie etwas Gutes tun oder z.B. Ihren Dank durch eine Spende zugunsten der Kurseelsorge oder zugunsten speziell der Kurkirche »Christkönig« zum Ausdruck bringen, so überweisen Sie bitte auf …

IBAN:    DE82 5236 0059 0005 5136 50
BIC:      GENODEF1KBW     (Waldecker Bank e.G., Korbach-Waldeck)

Konto-Inhaber: Kirchengemeinde St. Liborius, Kath. Kurseelsorge Reinhardshausen (Christkönig)
Stichwort: Kath. Kurseelsorge Reinhardshausen

Bei genauer Angabe von Namen und Anschrift stellen wir Ihnen auch gern eine Spendenbescheinigung aus.

Ökumenische Vortragsreihe »Mut zum Leben«

14-täglich, jeweils freitags um 19.30 Uhr im Zentrum der Ev. Lukas-Gemeinde, Reinhardshausen, Wiesenweg 2.

Mit Blick auf das jeweilige Thema achten Sie bitte auf die Plakat-Aushänge in den Schaukästen der beiden Kirchen (Christkönig und Lukas-Kirche) sowie an den Aushängen in den Kliniken.

Spirituelle Kirchenführung
 Kirchenräume als geistlichen Ort erfahren

Die Sehnsucht und Suche nach Glauben ist in un­serer Zeit wieder deutlich gestiegen und erkenn­bar. Dies drückt sich oftmals im Aufsuchen von Kirchenräumen auch und gerade außerhalb der offiziellen Gottes­dienstzeiten aus. Nur leider sind heute Kirchen aufgrund unlieb­samer Umstände wie Vandalismus tagsüber verschlossen. Nicht so bei der »Christkönig-Kir­che« in Reinhards­hausen.

Hier dürfen Sie …

•  einkehren
•  Ruhe finden
•  mit Gott ein Zwiegespräch halten
•  Frieden empfangen
•  aus Gott neue Kraft schöpfen
•  Fragen des Alltags – mit Gott – überdenken
•  oder einfach nur dasein!

Eine Hilfe dazu ist die spirituelle Kirchenfüh­rung. Sie macht in Form eines „geistlichen Stationsganges“ mit Texten und Musik die Kirche zu einem Ort spiritueller Erfahrung. Diese Art der Kirchenführung ermöglicht es, den Kir­chenraum und seine Besonderheiten neu zu entdecken und dabei den eigenen Lebens- und Glau­bensthemen im Kirchenraum nachzugehen.

Wir möchten Sie dazu in unserer Kur-Kirche »Christkönig« Bad Wildungen – Reinhardshausen recht herzlich einladen.

Zeit: 1x im Monat, freitags 16.00 – 17.00 Uhr

Bitte erkundigen Sie über den nächsten Termin im Pfarrbrief.

Szenische Darstellung der Evangelien

Figürliche Szenen aus dem Leben Jesu, kombiniert mit Fotos aus dem heutigen Israel

Mit einer Besonderheit wartet die Christkönig-Kirche in Reinhardshausen seit Palmsonntag 2009 auf.

Hinter einer Glasvitrine wer­den Szenen wichtiger, zentraler Evangelien-Erzählungen, wie sie den Gottesdienstbesuchern im Laufe eines Kirchenjahres in der Liturgie vorgetragen werden, szenisch dargestellt. Diese Vitrine wurde zu Ostern 2017 erneuert, vergrößert und wird seitdem völlig neu gestaltet.

Solch szenische Darstellungen kennen wir allenthalben von der weihnachtlichen Krippe, welche der Geburt Jesu ge­widmet ist. Doch wer sagt, dass solch szenische Darstellungen auf die Menschwerdung Gottes be­schränkt bleiben müssen? Die vielfach bekannten Passionsspiele (z.B. Oberammer­gau) oder die sog. Kreuztrachten an verschiedenen Orten sind ebenso Formen, das damalige Geschehen in der heutigen Zeit gestalte­risch nachzu­bilden und nachzuempfinden und somit dem Betrachter nahezubringen. 

Diesem gleichen Zweck sollen hier die szenischen Darstellungen von bedeutsamen Evan­gelien im Laufe eines Jahres dienen. Wichtige, erst recht zentrale biblische Erzählungen wie z.B. die Begegnungen mit dem Auferstandenen, die Heilungen oder auch Ge­sprä­che Je­su mit da­ma­ligen Per­so­nen werden szenisch nachgestaltet, so dass sich der Besucher der Kirche darin meditativ versenken kann: „Fin­de ich mich in ei­ner der Rol­len wie­der? Was wür­de ich an dieser oder je­ner Stel­le, anstelle dieser oder jener Figur emp­fin­den? Wie wür­de ich agie­ren und reagieren?“ 

Dabei wird die heutige örtliche Wirklichkeit im Hl. Land (Israel) durch großflächige Fotos im Hintergrund dargestellt, die Kur- und Klinikseelsorger Heinrich Bolte bei seinen mehrmaligen Israel-Aufenthalten vor Ort aufnehmen konnte, während im Vordergrund von Elisabeth Buda das jeweils biblisch-heilsgeschichtliche Gesche­hen mittels sog. Erzählfiguren möglichst realistisch nachgestellt  wird. Beides ist aufs Engste miteinander verknüpft. – Seitlich, rechts neben der Vitrine befindet sich auch die betreffende Stelle des Sonntagsevangeliums aufgeschlagen, so dass der Betrachter jene Stelle ebenso nochmals genau nachlesen kann. 

Wir möchten auf diese Weise zur Betrachtung der verschiedenen Begebenheiten der Evangelien einladen, wie sie im Laufe eines Jahres entsprechend der Jahreszeit sowie den Thematiken der Hl. Schrift vorkommen.

Szenische Darstellungen zu konkreten Evangelien

31. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C zu Lk 19,1-10

Begegnung des Oberzöllner Zachäus mit Jesus in Jericho. Im Hintergrund: Maulbeerfeigenbaum im heutigen Jericho

Mit einer Besonderheit wartet die Kurkirche »Christkönig« in Reinhardshausen auf. In einer Glasvitrine wird in regelmäßigen Abständen (ca. alle 2 Wochen) mit Hilfe von Figuren das Evangelium des betreffenden Sonntags szenisch dargestellt.

Nicht jedes Sonntagsevangelium eignet sich dazu. Besonders eignen sich jene Begebenheiten, die im Neuem Testament erzählerisch aufgeschrieben sind und die Gleichnisse Jesu.

Solch szenische Darstellung kennen wir nur zu gut von der weihnachtlichen Krippe, welche der Geburt Jesu gewidmet ist.

Doch wer sagt, dass solch szenische Darstellung einzig auf die Menschwerdung Gottes beschränkt bleiben müsse?

Auch die vielfach bekannten Passionsspiele (Oberammergau) oder soggenannten Kreuztrachten an verschiedenen Orten sind Formen, das historische Geschehen in heutiger Zeit gestalterisch nachzubilden und so auch nachvollziehbar(er) zu machen.

Es ist eine sehr einfache, niederschwellige Form der Aneignung biblischer Botschaft.

Diesem gleichen Zweck sollen hier die szenischen Darstellungen von bedeutenden Evangelien im Laufes eines liturgischen Jahres dienen.

Wichtige, erst recht zentrale biblische Erzählungen wie beispielsweise die Begegnungen mit dem Auferstandenen, die Heilung von Kranken oder die Gespräche Jesu mit damaligen Personen werden szenisch nachgestaltet, so dass sich der Besucher der Kirche darin meditativ versenken kann – so z.B. mit Fragen wie:

Finde ich mich in einer der Rollen wieder? Was würde ich an jener Stelle empfinden? Wie würde ich agieren oder auch reagieren?

Die dargestellten Szenen tragen sich jedoch nicht gleichsam in einem abstrakten, gar „luftleeren“ Raum zu, sondern hatten einen „Sitz im Leben“ Jesu, einen historischen Ort.

Kur- und Klinikseelsorger Pfr. Heinrich Bolte war mehrmals im Hl. Land und hat etliche Orte des Lebens Jesu aufgesucht.

Fotos von seinen Israel-Reisen illustrieren das dargestellte Geschehen, zeigen die lokalen Verhältnisse in heutiger Zeit.

Fotos im Hintergrund und möglichst realistische Darstellungen im Vordergrund, komponiert von Elisabeth Buda, ergänzen sich und sind so aufs engste miteinander verknüpft.

Wir möchten Sie zur Betrachtung der verschiedenen Begebenheiten der Evangelien herzlich einladen, wie sie im Laufe eines Jahres entsprechend der Jahreszeit sowie den Thematiken der Hl. Schrift vorkommen.

Hier noch eine der letzten Darstellungen:

zu Lk 24,1-12: Frauen am Ostermorgen am leeren Grab u. zwei Engel-Gestalten: Er ist nicht hier. Er ist auferstanden! (V 6)

Die Frauen sind ratlos, wissen selbst nicht, was sie von dem leeren Grab halten sollen. Den Engeln hingegen sieht man die ganze Osterfreue an. Sie sind fast am Tanzen. Das Oster-Halleluja kommt, strömt wie von selbst aus ihnen hervor. „Der Herr ist auferstanden – ER ist wahrhaft auferstanden!“ So zum Abschluss der orthodoxen Oster-Liturgie. Lautet auch der Gruß auf der Straße, als müsse die Osterbotschaft in die ganze Welt hinausgetragen werden.

Illustration zu früheren Szenen

„Schriftenreihe Christkönig Reinhardshausen“

Aktuell sind einige Ausgaben leider vergriffen.

Lassen wir‘s damit bewenden. Schließlich glauben wir ja doch alle an den gleichen Gott, haben wir alle denselben Gott!“ So oder ähnlich ist es gar nicht einmal so selten als beschwichtigende Redensart am Ende eines Glaubensgesprächs oder gar heißen Diskussion zu hören, wenn Gläubige im Austausch von Gott reden. Priester und andere in den Kirchen Tätige ist es sogar von Berufs wegen aufgegeben, an ihrer jeweiligen Stelle z.B. in Form der Predigt, aber genausogut als Pastoralreferenten/-innen im Kontext der Sakramenten-Vorbereitung oder sei es als Religionslehrer im Unterricht, in der Erwachsenenbildung etc. von Gott zu reden, Ihn zu vermitteln. Doch was verkünden sie? Von wem sprechen sie tatsächlich? –

Das Wort »Gott« ist als solches wie viele andere Begriffe auch zunächst nur eine Chiffre, eine Worthülse, die für etwas oder für eine Person steht. Dementsprechend lässt sich die Frage stellen: Wer oder was ist denn Gott? Meinen wir auch tatsächlich dasselbe, wenn wir uns in Glaubensgesprächen über Gott austauschen?

Dabei geht es in diesem Buch von Kur- u. Klinikseelsorger in Reinhardshausen, Pfarrer Heinrich Bolte, nicht um Gottesbilder im engeren Sinne, sondern es geht um den Kern: eine, wenn nicht sogar die Grundeigenschaft Gottes schlechthin, die beim Evangelisten Johannes in dem Satz gipfelt: „Gott ist Liebe“ (1 Joh 4,8.16b).

Diese Aussage greift der Autor auf und weist anhand vieler Bibelstellen nach: Ja, die Aussage des Johannes, dass Gott Liebe ist, trifft immer wieder zu. Gott ist im Innersten Seiner selbst Liebe. Sie ist gleichsam die Mitte, die Seele Gottes. Er ist ganz von ihr durchdrungen, beseelt. Er kann nichts Anderes als lieben. Es ist Seine Art und Weise zu denken, zu „atmen“, zu spüren, zu agieren und zu reagieren.

 

Bibelstellen, die allein aus sich heraus oft schwer verständlich sind, ja, die man als nicht mehr nachvollziehbar beiseite legen würde, erhalten unter diesem Aspekt, dass Gott Liebe ist, einen ganz eigenen, neuen Zugang und mitunter sogar einen tiefen Sinn. Der Aspekt »Gott ist Liebe« kann zum Verstehensschlüssel werden, ohne dass dies jetzt sogleich als pure technische Leseanweisung aufzufassen ist.

 

Der Autor lässt den Leser an vielen Bibelstellen, auch den schweren, die Liebe Gottes erkennen, was letztlich immer wieder in dem Satz bzw. die Erkenntnis einmündet: „Gott ist (wirklich) Liebe!“ – Um dies nachvollziehbar zu machen, greift er auf Lebenserfahrungen der Menschen, besonders Liebender, zurück. Dadurch wird zugleich deutlich, dass das Wesen Gottes in all unseren Lebenswirklichkeiten, soweit wir selber Liebende sind, bereits präsent ist. Gott ist kein ferner Gott, sondern ist, sofern wir Seine Art zu sein, zu denken und zu erspüren, zu unserer machen, immer schon da, mitten in unserem Leben!

Oftmals wird so dem Leser im Buch sehr einfühlsam nahegebracht, dass Gott nicht einfachhin nur ein schöner Gedanke, eine gedankliche Vorstellung ist, sondern zutiefst mit unserer, eines jeden Lebenswirklichkeit zu tun hat – freilich vorausgesetzt, wir lassen uns glaubend auf Gott ein.

In einer ersten Rezension zu diesem Buch heißt es: „Dieses Buch ist eine große Bereicherung für Menschen, die die Frage nach Gott stellen müssen, weil die Frage nach Gott sie plagt und weil diese Frage in ihnen nicht vertagt oder übertönt werden kann noch soll. Es kommt mir vor, als habe der Autor den Schleier vor dem Gott-Geheimnis sensibel hochgezogen und vielen Menschen die Erlaubnis gegeben, einzublicken. Was für ein Geschenk! Menschen sind angesprochen, die – wenn sie sich bislang die Frage nach Gott nicht stellten – ab da sicher von dieser Frage nach Gott berührt werden“ (P. Leopold Mader OFM Conv.). 

Sollte über den regulären Verkauf an den Kirchentüren von Christkönig und St. Liborius hinaus ein Interesse am Erwerb dieses Buches bestehen, so wende man sich bitte an:

• Kath. Kur- und Klinikseelsorge Reinhardshausen
z.Hd. Pastor Heinrich Bolte
Zum Hahnberg 12, 34549 Bad Wildungen – Reinhardshausen
• Tel. 0 56 23 / 93 39 19 oder
• e-Mail: heinrich-bolte@t-online.de

Die Versendung kann dann u.a. per Büchersendung mit Rechnung erfolgen, plus Verpackung und Porto.

Seit Ende der 80-er Jahre bereiste der Kur- und Klinikseelsorger Pfarrer Heinrich Bolte zusammen mit Sr. Wilhelma Mäsing immer wieder die Bergwelt der Hohen Tauern, näherhin das Virgental in Osttirol.

Berge zu besteigen sowie mehrtägige Hüttentouren zu machen, geschieht nicht nur, um irgendwie ‘mal dagewesen zu sein und „abgehakt“ zu haben. Wenn dem so wäre, würde man gewiß nicht 25 – 30x dieselbe Region aufsuchen. Gerade die Konstanz, mit der ein und dieselbe Region aufsucht wird, schafft die Chance, die Bergwelt überhaupt von einer anderen, tieferen Seite aus zu entdecken und zu begegnen. In dem jetzt im September 2011 gemeinsam herausgebrachten Buch…

»Die Berge – unsere Lehrmeister. Gedanken und Einsichten beim Bergwandern«

wird gewissermaßen ein Resümee aus all den zurückliegenden Jahren gezogen – eine „Ernte“ eingeholt, die nicht nur auf das Bergwandern als solches beschränkt bleibt, sondern weit in die Alltagswelt eines jeden Menschen hineinreicht. Es geht nicht um Anweisungen etwa für ein richtiges Bergwandern, sondern das Bergwandern selbst wird zum „Anweiser“ und die Berge zum Lehrmeister für unseren Lebensalltag. Das Buch hätte von daher auch gut und gerne lauten können: »Die Weisheit der Berge«.

Es handelt sich um einen Bildband (22 cm x 22 cm) mit tiefen, besinnlichen Begleittexten von insg. 168 Seiten und ca. 85 Bildern aus der Osttiroler Bergwelt, wobei Tiere und Blumen bis in die feinsten Details nicht zu kurz kommen. Das Buch ist in Kapiteln unterteilt, wobei der Text fortlaufend ist und zu den ausgesuchten Bildern Bezug nimmt. Text und Bild ergänzen sich auf eine gute bis vorzügliche Weise. Der Text ist in gut lesbarer Größe gesetzt ist, so dass er auch von älteren Menschen mit Sehproblemen leicht gelesen werden kann.

 

 

Das Buch möge für den Leser ein persönlicher spiritueller Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit sein.

 

Es enthält Texte aus der Bibel, Betrachtungen, Gebete und Impulse für jeweils eine Woche.

Gedichte einer Erblindeten

Im Jahre 1946 kam Traude Singer mit einem Wintertreck zu Fuß aus dem Sudetenland und fand eine neue Heimat in Falkenstein im Taunus. Als ich 1954 als Student nach Falkenstein kam, lernte ich sie kennen. Damals war sie bereits so krank, dass sie nur noch hell – dunkel zu sehen vermochte.

Sie war immer freundlich und konnte mit ihrer Heiterkeit auch andere anstecken. Es war ein Erlebnis, mit ihr zu diskutieren.

Weil sie kaum noch einen Stift halten konnte, brachte ich ihr das Schreiben mit der Schreibmaschine bei. Als Dank bekam ich die Durchschriften jener Gedichte, die zu dieser Zeit entstanden.

Die Mappe mit ihren Gedichten wanderte bei vielen Umzügen mit. Als ich vor einiger Zeit die Gedichte wieder in Händen hielt und zu lesen begann, da merkte ich erst, welchen Schatz ich damit besaß, und entschloss mich, diesen auch anderen zugänglich zu machen.

Kurt Buda

Zum Hintergrund des Entstehens der „Schriftenreihe Christkönig Reinhardshausen“

Es ist mittlerweile eine durchgängig pastorale Erfahrung, dass Gottesdienstbesucher, Reha-Patienten oder auch andere Kurgäste im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst um die schriftliche Herausgabe der Predigt bitten, um das Gehörte in ihrer jeweils freien Zeit noch einmal nachlesen und vertiefend, betrachtend auf sich wirken lassen zu können. Sie erfahren offenbar die Zeit ihrer Kur oder Reha nicht nur als eine „Wellness“- oder Aufbau-Zeit für ihren Leib, sondern auch als eine „Reifungs“- oder besinnliche Erneuerungszeit für ihre Seele. Manches, vielleicht gar vieles wird in oder unter der Erfahrung von „Gebrochenheit“, von Krankheit und Begrenzheit neu gesehen und gewertet. Orientierung tut mitunter not. Jedenfalls ist man für ein geistliches Wort oder allgemein für einen spirituellen Text, auch Gedichte etc. aufgeschlossen.

Dies hat mich als kath. Kur- und Klinikseelsorger von Reinhardshausen bereits seit Jahren dazu veranlasst, die Predigt des jeweiligen Sonntags nach ein bis zwei Tagen, in kleinerem Schrift-Layout vervielfältigt, am Schriftenstand unserer Kurkirche »Christkönig« auszulegen, so dass sie jeder mitnehmen und nachlesen kann. Doch das reichte nie aus; denn andere meinten, ich solle sie grundsätzlich veröffentlichen, z.B. ins Internet stellen. Jedenfalls, aus all diesen „Bewegungen“ und Anregungen ist ein erstes Buch entstanden. Über kurz oder lang wird eine lockere Schriftenreihe verschiedener Autoren entstehen. 

Die Erlöse dienen dem Gebäude und der Arbeit in der Kirche »Christkönig«

Heinrich Bolte, Kur- und Klinikseelsorger in Reinhardshausen