© Heinrich Bolte, Edertal

Die Kirche Maria Himmelfahrt in Waldeck

Die Kirche in Waldeck trägt den Namen Maria Himmelfahrt, das Patronatsfest ist am 15. August.

Ein Rundgang durch die Kirche

Kirchen möchten den Besucher einladen den Lärm und die Hetze des Alltags für einen Augenblick zu entfliehen, zur Ruhe zu kommen und Gott in der Stille zu begegnen.

 

Das Bild zeigt die Kirche Maria Himmelfahrt in Waldeck mit Blick auf das Hauptportal.

 

 

Öffnet man die Eingangstür, befindet sich links die Treppe zur Orgelbühne.

 

Geht man durch die Tür geradeaus in den Kirchenraum, fällt der Blick auf die „Waldecker Madonna“.

Sie  lädt direkt zum stillen Gebet ein.

Die Marienstatue, dargestellt als Mutter mit dem Kind auf dem Arm, ist aus Lindenholz geschnitzt. Es ist ein Werk des schlesischen Bildhauers Erich Jaekel aus Glogau.

 

 

 

 

Ist das Gitter zum Hauptteil der Kirche geöffnet, fällt der Blick auf die Fensterfront an der linken Seite des Kirchenschiff.

 

 

 

 

Die Einheitlichkeit des Natursteins im Kirchenraum, die Farbkomposition der Deckenbemalung und das wohltuend gedämpfte Licht laden zur stillen Betrachtung ein.

Geht man den Weg bis zum Chorraum, gelangt man zur Taufkapelle und die Sicht auf den Chorraum ist frei.

 

 

Am Taufort erinnern die drei Wellen an den Namen des Dreifaltigen Gottes, auf den wir getauft werden, und die Taube an den Heiligen Geist, der uns in der Taufe geschenkt wird.

 

Taufstein, Osterleuchter und Weihwasserbecken weisen auf den Anfang unseres Christseins und auf die Vollendung durch die Auferstehung Jesu hin.

 

Der Ambo, ebenfalls aus Bronze, erinnert durch seine Schiffsbugform an die Nähe des Edersees, sowie dem biblischen Zeugnis, dass Jesus seine Jünger vom Boot aus gelehrt hat. Der untere Teil gleicht einem gerafften Fischernetz. Die fünf Brote und die beiden Fische weisen auf die biblische Erzählung der wunderbaren Speisung in der Wüste hin.

 

Im Chorraum fällt der Blick auf die Rückwand, die mit einem großen Eichenholzkreuz mit dem gekreuzigten Christus gestaltet ist.

 

 

 

Das Kreuz, mit dem Corpus Christi, der in seinem
Tod mit Maria und Johannes symbolisch die ganze
Menschheit umarmt, ist eine eindrucksvolle
Darstellung des Kreuzmysteriums.

 

 

 

 

Unter dem Kreuz wird Maria zur Mutter und Königin aller Menschen. Johannes reicht ihr – ein wenig zaghaft – die Krone, doch ihr Aufblick gilt ihrem Sohn; darin liegt auch schon ihre ganze Größe. Eingerahmt wird die Kreuzesdarstellung von Platten aus Muschelkalk, deren feine Strukturen dem Ganzen einen warmen Hintergrund geben.

 

 

 

Eindrucksvoll sind die Fenster des Chorraumes gestaltet.

Die Fenster
Die Betonverglasung im Altarraum erinnert an die Himmelfahrt Mariens. In der Kunst wird Maria häufig mit blauem Gewand dargestellt. Sie strebt aus der irdischen Enge in die göttliche Weite, wo sie Teil hat am Königtum Christi, der auf Bildern oft ein rotes Gewand trägt. Formen und Farbkompositionen sind Symbol des Unterwegs-Seins der Schöpfung zur Vollendung im Reiche Gottes.

Die bleiverglasten Fenster auf der Südwestseite zeigen Kreuzornamente, die sich von hinten nach vorn der Farbgebung des Chorraumfensters angleichen. Die Motive der Fenster im Turm wurden dem „Lobgesang der jungen Männer im Feuerofen“ entnommen:

1. Fenster:      Ihr Engel Gottes, preiset den Herrn.

2. Fenster:      Sonne und Mond, preiset den Herrn; ihr Himmelssterne, preiset den Herrn.

3. Fenster:      All Tau und Regen, preiset den Herrn.

4. Fenster:      Glut und Feuer, Kälte und Hitze, preiset den Herrn.

5. Fenster:      Frost und Rauhreif, Schnee und Kälte, preiset den Herrn.

6. Fenster      Licht und Dunkel, preiset den Herrn.

7. Fenster      Ihr Quellen alle, ihr Meere und Ströme, preiset den Herrn.

8. Fenster      Ihr Berge und Hügel, preiset den Herrn.

 

Alle Werke Gottes, preiset den Herrn.

 

 

Der Blick weiter führt zum Tabernakel, rechts auf der unteren Stufe zum Chorraum.

 

Christus gegenwärtig im Geheimnis der Eucharistie.

 

Der Tabernakel, umgeben von einem Bronzemantel, versinnbildlicht das himmlische Jerusalem, das Zelt Gottes bei den Menschen. Die Steine sind Rosenquarz und Bergkristall.

 

 

 

 

Die aus Eichenholz geschnitzten Kreuzwegstationen laden ein, Leben und Leiden des Herrn an sich vorüber ziehen zu lassen.

 

Die bronzenen Apostelleuchter erinnern in ihrer Form an Blutstropfen, die die Apostel Jesu für ihren Herrn geopfert haben.

 

Unsere Orgel mit 13 Registern ist das Meisterstück der Orgelbaumeisterin Judith Mendel-Koch aus Brilon-Rixen. Unterhalb der Orgelempore befindet sich das Beichtzimmer.

 

Der Leuchtturm

Er entstand im Rahmen der Firmvorbereitung 2002, die unter dem Leitwort „Leuchtturm“ stand. Mit dem darauf angebrachten Jesuswort „Ich bin das Licht der Welt“ soll deutlich werden, dass Jesus Christus für unsere Gemeinde in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der ist, der Hoffnung und Orientierung schenkt.