Szenische Darstellung aktueller Evangelien
Szenische Darstellung aktueller Evangelien

Vitrine, Ev-Darstellung, Taufe Jesu um Jordan (Lk 3,21-22)
© H.Bolte

Fest Taufe des Herrn

zu Lk 3,31-32

 

Johannes d.T. tauft Jesus,

währenddessen der Hl. Geist

in Gestalt einer Taube 

auf Jesus herabkommt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Hintergrund der heutige Jordan

Mit einer Besonderheit wartet die Kurkirche »Christkönig« in Reinhardshausen auf. In einer Glasvitrine wird in regelmäßigen Abständen (ca. alle 2 Wochen) mit Hilfe von Figuren das Evangelium des betreffenden Sonntags szenisch dargestellt. Nicht jedes Sonntagsevangelium eignet sich dazu. Besonders eignen sich jene Begebenheiten, die im Neuem Testament erzählerisch aufgeschrieben sind und die Gleichnisse Jesu.

Solch szenische Darstellung kennen wir nur zu gut von der weihnachtlichen Krippe, welche der Geburt Jesu gewidmet ist. Doch wer sagt, daß solch szenische Darstellung einzig auf die Menschwerdung Gottes beschränkt bleiben müsse? Auch die vielfach bekannten Passionsspiele (Oberammergau) oder sog. Kreuztrachten an verschiedenen Orten sind Formen, das historische Geschehen in heutiger Zeit gestalterisch nachzubilden und so auch nachvollziehbar(er) zu machen. Es ist eine sehr einfache, niederschwellige Form der Aneignung biblischer Botschaft. 

Diesem gleichen Zweck sollen hier die szenischen Darstellungen von bedeutenden Evangelien im Laufes eines liturgischen Jahres dienen. Wichtige, erst recht zentrale biblische Erzählungen wie beispielsweise die Begegnungen mit dem Auferstandenen, die Heilung von Kranken oder die Gespräche Jesu mit damaligen Personen werden szenisch nachgestaltet, so daß sich der Besucher der Kirche darin meditativ versenken kann – so z.B. mit Fragen wie: Finde ich mich in einer der Rollen wieder? Was würde ich an jener Stelle empfinden? Wie würde ich agieren oder auch reagieren? 

Die dargestellten Szenen tragen sich jedoch nicht gleichsam in einem abstrakten, gar „luftleeren“ Raum zu, sondern hatten einen „Sitz im Leben“ Jesu, einen historischen Ort. Kur- und Klinikseelsorger Pfr. Heinrich Bolte war mehrmals im Hl. Land und hat etliche Orte des Lebens Jesu aufgesucht. Fotos von seinen Israel-Reisen illustrieren das dargestellte Geschehen, zeigen die lokalen Verhältnisse in heutiger Zeit. Fotos im Hintergrund und möglichst realistische Darstellungen im Vordergrund, komponiert von Elisabeth Buda, ergänzen sich und sind so aufs engste miteinander verknüpft. 

Wir möchten Sie zur Betrachtung der verschiedenen Begebenheiten der Evangelien herzlich einladen, wie sie im Laufe eines Jahres entsprechend der Jahreszeit sowie den Thematiken der Hl. Schrift vorkommen. 

 
Vitrine, Ev-Darstellung, Taufe Jesu im Jordan
© H.Bolte
 
 

G

Hier noch eine der letzten Darstellungen:

zu Mk 12,28–34: ein Schriftgelehrter fragt Jesus nach dem wichtigsten Gebot 

"Welches Gebot ist das erste von allen? – Jesus antwortete: Das erst ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden" (Mk 12,28–31). 

© H. Bolte

 

Im Hintergrund dieser Szene ist das heutige Kafarnaum dargestellt mit der Synagoge als Wirkungsstätte eines Schriftgelehrten (Rabbi).